First Lady of European Jazz
Jutta Hipp war die erste Musikerin aus Europa, die beim legendären Blue Note Label veröffentlichte. Die ARTE-Dokumentation erzählt von ihrem Aufstieg, ihrem Bruch mit der Szene und ihrem Rückzug ins Private. Ein Porträt über Selbstbehauptung und künstlerische Integrität.
Von Leipzig in die weite Welt.
Der Film rekonstruiert Jutta Hipps Weg mit seltenem Archivmaterial und unveröffentlichten Aufnahmen, er erzählt von ihrer frühen Liebe zur verbotenen Musik im Nazi-Deutschland, ihrer Flucht in den Westen, der Geburt ihres Sohnes Lionel – einem „Brown Baby“ – und ihrem kometenhaften Aufstieg in der amerikanischen Jazzszene.
Preis des Ruhms
Sexismus, Rassismus, Selbstzweifel und Alkohol bestimmen jedoch zunehmend ihr Leben. Als sie sich gegen eine Affäre mit ihrem Agenten wehrt, fällt sie in Ungnade – und verstummt. 1960 verlässt sie die Bühne für immer. Die Musik tauscht sie gegen einen Job in einer Textilfabrik und findet Frieden mit sich selbst. „Being Hipp“ ist Musikerbiografie – und ein Porträt über Selbstbehauptung, künstlerische Integrität und den Preis weiblicher Unabhängigkeit – im Showbusiness wie im Leben.
ARTE zeigt „Being Hipp“ am 25. Januar 2026 um 23.45 Uhr. Der Film ist online verfügbar vom bis 24. April auf arte.tv.|

Jutta Hipp am Klavier © Jazzinstitut Darmstadt