Theodor-Wolff-Preis 2018

Am 15. Juli wurden sechs Journalisten und Journalistinnen mit dem renommierten Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis - geehrt. Der Preis wurde in fünf Kategorien vergeben und ist mit insgesamt 18.000 Euro dotiert.

Videoproduktion | BDZV

Thema des Jahres: „Heimat und die Fremden“

In der Kate­go­rie „The­ma des Jah­res 2018 – Hei­mat und die Frem­den“ hat die Jury zwei Preis­trä­ger bestimmt: Vanes­sa Vu (Zeit online) für „Mei­ne Schrott­con­tai­ner­kind­heit“ über ihr Auf­wach­sen im Asyl­be­wer­ber­heim und Han­nes Koch (taz – die tages­zei­tung, Ber­lin) für „Karim, ich muss dich abschie­ben“ über sei­ne Erfah­rung mit einem syri­schen Flücht­ling, den er auf­ge­nom­men hat.

Nomi­niert waren Vere­na May­er und Thors­ten Schmitz (Süd­deut­sche Zei­tung, Mün­chen) für die Repor­ta­ge „Weil du Jude bist“.

Lokales

Preis­trä­ge­rin der Kate­go­rie „Loka­les“ ist Anne Lena Mös­ken (Ber­li­ner Zei­tung) für „Als wäre nichts gewe­sen“. In ihrem Text erzählt Anne Lena Mös­ken die Geschich­te der Ret­tungs­sa­ni­tä­te­rin Dia­na Wie­prich, die zufäl­lig am Breit­scheid­platz war, als 2016 der Ter­ror­an­schlag auf den Weih­nachts­markt ver­übt wur­de. Als eine der ers­ten Hel­fe­rin­nen vor Ort ver­sorg­te sie Ver­letz­te – doch nach dem Ein­satz blieb sie mit den trau­ma­ti­schen Erleb­nis­sen weit­ge­hend allein.

Nomi­niert waren Kath­rin Alden­hoff (Weser-Kurier, Bre­men) für „Gefan­gen“ und Sebas­ti­an Dal­kow­ski (Rhei­ni­sche Post, Düs­sel­dorf) für „Fan­ta unser“.

Reportage

Preis­trä­ger der Kate­go­rie „Repor­ta­ge“ ist Lorenz Wag­ner (Süd­deut­sche Zei­tung Maga­zin, Mün­chen) für „Nach ihrer Pfei­fe“. Der Text beglei­tet Schieds­rich­te­rin Bibia­na Stein­haus auf ihrem Weg in die ers­te Fuß­ball-Bun­des­li­ga der Män­ner. Die Repor­ta­ge zeigt, wie Stein­haus ihren Platz in einer tra­di­ti­ons­rei­chen Män­ner­do­mä­ne behaup­tet und wel­che Ver­än­de­run­gen die­ser Schritt für den Pro­fi­fuß­ball bedeu­tet.

Nomi­niert waren Patrick Bau­er (Süd­deut­sche Zei­tung Maga­zin, Mün­chen) für „Ein grau­es Leben“ und Cate­ri­na Loben­stein (Die Zeit, Ham­burg) für „War­um ver­dient Frau Noe nicht mehr?“.

Meinung

Preis­trä­ger in der Kate­go­rie „Mei­nung“ ist Mal­te Henk (Die Zeit, Ham­burg) für das Dos­sier „Alles Zufall?“. Sein Essay beschäf­tigt sich mit der Macht des Unbe­re­chen­ba­ren: Zwölf Men­schen ster­ben bei einem Ter­ror­an­schlag. War­um gera­de sie? Eine Frau fin­det die gro­ße Lie­be. War­um gera­de jetzt? Ein Mann wird vom Blitz getrof­fen – und über­lebt. War­um gera­de er?

Nomi­niert waren Vere­na Frie­de­ri­ke Hasel für „Ich bin nicht mehr links“ (Die Zeit, Ham­burg) und Han­nes Sol­tau für „Pro­le­ta­ri­er aller Län­der, befreit euch!“ (Der Tages­spie­gel, Ber­lin).

Mal­te Henk © BDZV/Bettina Aus­ser­ho­fer

Lebenswerk

Mit dem Preis für sein Lebens­werk wur­den der Jour­na­list und Redak­teur der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung Gün­ter Ban­nas geehrt, der 2018 in Ruhe­stand ging. Bei sei­nem Abschied waren unter ande­rem Poli­ti­ker wie Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel, Olaf Scholz (SPD) und Horst See­ho­fer (CSU) zu Gast. 

Gün­ter Ban­nas © BDZV/Bettina Aus­ser­ho­fer

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