Videoproduktion | BDZV
Der Preis wurde in fünf Kategorien vergeben und ist mit insgesamt 24.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet wurden Anja Reich, Marc Neller, Hans Monath, Nico Richter und Deniz Yücel.
Thema des Jahres: „Populismus“
Für der Kategorie Thema des Jahres 2017 „Populismus“ ist Nicolas Richter für „Klingt verrückt“ (Süddeutsche Zeitung, München) Preisträger. Sein Text begleitet eine Reise durch die USA in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Spaltung. Nicolas Richter zeigt, warum Donald Trump für viele Amerikaner glaubwürdig wirkt, obwohl er international oft belächelt wird.
Nominiert waren Bernd Kastner für „Hausbesuch“ (Süddeutsche Zeitung, München) und Martin Machowecz für „Wir sind dagegen!“ (Die Zeit, Hamburg).
Lokales
Preisträgerin der Kategorie „Lokales“ ist Anja Reich für ihre Reportage „Die Deutschmacherin“ (Berliner Zeitung). Anja Reich hatte die Beamtin Angelika Gessner begleitet, die in Neukölln über Einbürgerungen entscheidet. Der Text beschäftigt sich mit der Frage, was Integration im Kern bedeutet – und wie sie im Alltag praktisch gelebt wird.
Nominiert waren Amien Idries für „Die große Trauer kam erst Jahrzehnte später“ (Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten) und Matthias Thieme für „Menschenskinder“ (Berliner Morgenpost).
Reportage
Preisträger der Kategorie „Reportage“ ist Marc Neller für „Der Code des Bösen“ (Welt am Sonntag, Berlin). Marc Neller hatte einen deutschen Informatiker begleitet, der auf der Suche nach einem Dissertationsthema unvermittelt in die internationale Sicherheitspolitik hineingezogen wurde. Seine Recherchen führten den Wissenschaftler zu einem der weltweit meistgesuchten Cyberkriminellen.
Nominiert waren Amrai Coen und Tanja Stelzer für „Brüssel, 22. März 2016“ (Die Zeit, Hamburg) und Roman Deininger für „Hab‘ ich euch!“ (Süddeutsche Zeitung, München).
Meinung
Preisträger der Kategorie „Meinung“ ist Hans Monath für „Der Hochmut der Vernünftigen“ (Der Tagesspiegel, Berlin). Sein Essay untersucht, wie liberale Milieus in Krisenzeiten dazu neigen, ihre politischen und kulturellen Überzeugungen immer vehementer zu vertreten – und dabei unbeabsichtigt die gesellschaftlichen Gegenkräfte stärken.
Nominiert waren Dominik Bardow für „Fußball, ich kann nicht mehr!“ (Der Tagesspiegel, Berlin) und Armin Käfer für „Demokratie der Deppen“ (Stuttgarter Zeitung).
Sonderpreis 2017
Der erstmals vergebene Sonderpreis ging an Deniz Yücel. Der Türkei-Korrespondent der Welt sitzt seit 130 Tagen in Haft. Seine Frau Dilek Mayatürk Yücel nahm mit Familie, Freunden und Kollegen die Würdigung entgegen.

Sonderpreis für Deniz Yücel © BDZV/Bettina Ausserhofer