Theodor-Wolff-Preis 2016

Am 7. September wurde in Berlin ist der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis 2016 – an sechs Journalisten verliehen. Erstmals wurden die Nominierten in einem Video mit ihrem Projekt vorgestellt.

Videoproduktion | BDZV

Der Preis wur­de in vier Kate­go­rien ver­ge­ben und ist mit ins­ge­samt 24.000 Euro dotiert. Aus­ge­zeich­net wur­den Nico­le Bas­ti­an und Jens Münch­rath, Kars­ten Krog­mann und Mar­co Seng, Tobi­as Haberl und Hein­rich Wefing.

Thema des Jahres: „Flüchtlinge“

Preis­trä­ger in der Kate­go­rie The­ma des Jah­res 2016, „Flücht­lin­ge“ sind Nico­le Bas­ti­an und Jens Münch­rath mit „Wer seid ihr?“ (Han­dels­blatt, Düs­sel­dorf). Das Pro­jekt zeich­net nach, wie die ers­ten Bil­der der ankom­men­den Flücht­lin­ge die öffent­li­che Wahr­neh­mung präg­ten: Men­schen auf über­füll­ten Schlauch­boo­ten, erschöpft, ver­zwei­felt, oft in Lebens­ge­fahr

Nomi­niert waren Ste­fan Aust und Hel­mar Büchel für „An der Gren­ze“ (Welt am Sonn­tag, Ber­lin) und Chris­ti­an Alt­hoff für „Der Gerüch­te-Check-Teil 8“ (West­fa­len-Blatt, Bie­le­feld).

Lokales

Die Preis­trä­ger sind Kars­ten Krog­mann und Mar­co Seng von der „Nord­west-Zei­tung“ für ihre Repor­ta­ge „War­um stopp­te nie­mand Niels Högel?“. Niels Högel aus Wil­helms­ha­ven wird ver­mut­lich als größ­ter Seri­en­mör­der der deut­schen Nach­kriegs­zeit in die Geschich­te ein­ge­hen. Doch die Autoren zei­gen, dass hin­ter der Chro­nik eines Ermitt­lungs­skan­dals weit mehr steckt.

Nomi­niert waren Anja Reich für „Kopf hoch, Lenin!“ (Ber­li­ner Zei­tung) und Sina Wil­ke für „Von Mensch zu Mensch“ (SH Jour­nal der sh:z, Flens­burg).

Reportage

Preis­trä­ger in der Kate­go­rie „Repor­ta­ge“ ist Tobi­as Haberl für sein Por­trät „Rei­he 7, Platz 88“ (SZ Maga­zin, Mün­chen) über den NDP-Poli­ti­ker und EU-Geg­ner Udo Voigt, der ins EU-Par­la­ment gewählt wur­de. Tobi­as Haberl beschäf­tig­te die Fra­ge, wie die Demo­kra­tie so jeman­den aus­hält.

Nomi­niert waren Khuê Phạm für „Cyber­stal­king – Der Feind in unse­rem Netz“ (Die Zeit, Ham­burg) und Wolf­gang Bau­er für „Einer geht rein“ (Zeit Maga­zin, Ham­burg).

Meinung

Preis­trä­ger in der Kate­go­rie „Mei­nung“ ist Hein­rich Wefing für „Darf’s auch etwas mehr sein?“ (Die Zeit, Ham­burg). In sei­nem Essay argu­men­tiert der Jour­na­list, dass die gro­ßen Kri­sen der Gegen­wart zei­gen, wie unver­zicht­bar ein hand­lungs­fä­hi­ger Staat für Sicher­heit, Ord­nung und gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt ist. Er wirbt für einen star­ken, aber libe­ra­len Staat, der Frei­heit und Rechts­staat­lich­keit nicht ein­schränkt, son­dern gera­de durch ent­schlos­se­ne staat­li­che Kom­pe­tenz schützt.

Nomi­niert waren Jörg Tho­mann für „Das Ende der klei­nen, hei­len Welt“ (Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Sonn­tags­zei­tung) und Vere­na Lue­ken für „Den Tod im Blick“ (Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung).

Ihnen hat der Beitrag gefallen?

Teilen Sie den Artikel gerne in den Sozialen Medien oder per E-Mail.

Facebook
X
LinkedIn
Email

Weitere Projekte