Videoproduktion | BDZV
Der Preis wurde in vier Kategorien vergeben und ist mit insgesamt 24.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet wurden Nicole Bastian und Jens Münchrath, Karsten Krogmann und Marco Seng, Tobias Haberl und Heinrich Wefing.
Thema des Jahres: „Flüchtlinge“
Preisträger in der Kategorie Thema des Jahres 2016, „Flüchtlinge“ sind Nicole Bastian und Jens Münchrath mit „Wer seid ihr?“ (Handelsblatt, Düsseldorf). Das Projekt zeichnet nach, wie die ersten Bilder der ankommenden Flüchtlinge die öffentliche Wahrnehmung prägten: Menschen auf überfüllten Schlauchbooten, erschöpft, verzweifelt, oft in Lebensgefahr
Nominiert waren Stefan Aust und Helmar Büchel für „An der Grenze“ (Welt am Sonntag, Berlin) und Christian Althoff für „Der Gerüchte-Check-Teil 8“ (Westfalen-Blatt, Bielefeld).
Lokales
Die Preisträger sind Karsten Krogmann und Marco Seng von der „Nordwest-Zeitung“ für ihre Reportage „Warum stoppte niemand Niels Högel?“. Niels Högel aus Wilhelmshaven wird vermutlich als größter Serienmörder der deutschen Nachkriegszeit in die Geschichte eingehen. Doch die Autoren zeigen, dass hinter der Chronik eines Ermittlungsskandals weit mehr steckt.
Nominiert waren Anja Reich für „Kopf hoch, Lenin!“ (Berliner Zeitung) und Sina Wilke für „Von Mensch zu Mensch“ (SH Journal der sh:z, Flensburg).
Reportage
Preisträger in der Kategorie „Reportage“ ist Tobias Haberl für sein Porträt „Reihe 7, Platz 88“ (SZ Magazin, München) über den NDP-Politiker und EU-Gegner Udo Voigt, der ins EU-Parlament gewählt wurde. Tobias Haberl beschäftigte die Frage, wie die Demokratie so jemanden aushält.
Nominiert waren Khuê Phạm für „Cyberstalking – Der Feind in unserem Netz“ (Die Zeit, Hamburg) und Wolfgang Bauer für „Einer geht rein“ (Zeit Magazin, Hamburg).
Meinung
Preisträger in der Kategorie „Meinung“ ist Heinrich Wefing für „Darf’s auch etwas mehr sein?“ (Die Zeit, Hamburg). In seinem Essay argumentiert der Journalist, dass die großen Krisen der Gegenwart zeigen, wie unverzichtbar ein handlungsfähiger Staat für Sicherheit, Ordnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Er wirbt für einen starken, aber liberalen Staat, der Freiheit und Rechtsstaatlichkeit nicht einschränkt, sondern gerade durch entschlossene staatliche Kompetenz schützt.
Nominiert waren Jörg Thomann für „Das Ende der kleinen, heilen Welt“ (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) und Verena Lueken für „Den Tod im Blick“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung).