Ehrenpreisverleihung: DFKF 2026

Großer Applaus für Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl in der ausverkauften Caligari FilmBühne. Als Tatort-Duo Batic und Leitmayr haben sie 35 Jahre und in 100 Folgen ihr Publikum begeistert. Den Ehrenpreis des Deutschen FernsehKrimi-Festivals für ihre Verdienste um Fernsehkrimi nahmen die Schauspieler mit sichtlicher Freude entgegen.

„Es war ein großes Glück!“

„35 Jah­re – es war wirk­lich ein Traum“, sag­te Udo Wacht­veitl: „Mit wem wir alles zusam­men­ar­bei­ten durf­ten. Und vor allem, dass die Leu­te uns so ange­nom­men haben und wir so mit die­ser Stadt ver­näht wur­den, mit Mün­chen. Das war ein gro­ßes Glück!“

Miros­lav Nemec ver­riet augen­zwin­kernd eine beson­de­re Ehre, die dem Tat­ort-Duo noch vor dem Ehren­preis zuteil wur­de: „Wir haben jetzt sogar frei­en Ein­tritt in die Poli­zei­kan­ti­ne. Beim Baye­ri­schen Rund­funk dür­fen wir auch in die Kan­ti­ne. Wir haben Zugangs­kärt­chen bekom­men – das eine vom Poli­zei­prä­si­den­ten und das ande­re von unse­rem Innen­mi­nis­ter Herr­mann.“

Udo Wacht­veitl, Miros­lav Nemec, Cath­rin Ehr­lich, Gert-Uwe Men­de, Eva Schmidt © Jason Sellers/Deutsches Fern­seh­Kri­mi-Fes­ti­val

Timon Grem­mels, Hes­si­scher Minis­ter für Wis­sen­schaft und For­schung, Kunst und Kul­tur sag­te: „Udo Wacht­veitl und Miros­lav Nemec ali­as Franz Leit­mayr und Ivo Batic sind abso­lu­te Publi­kums­lieb­lin­ge. Das Mün­che­ner Tat­ort-Duo steht für hoch­klas­si­ge Unter­hal­tung, aber auch Eigen­sinn in der fil­mi­schen Umset­zung – das macht sei­nen Reiz und Erfolg aus. Die Aus­zeich­nung mit dem Ehren­preis des Deut­schen Fern­seh­Kri­mi-Fes­ti­vals ist hoch­ver­dient. Kri­mis sind fes­ter Bestand­teil der deut­schen Unter­hal­tungs­kul­tur und fin­den welt­weit Beach­tung. Das Deut­sche Fern­seh­Kri­mi-Fes­ti­val erkun­det die­ses Gen­re und fin­det neue Schnitt­stel­len zwi­schen Fernseh‑, Film- und Kino­kul­tur. Die­ses Enga­ge­ment unter­stüt­zen wir als Land Hes­sen gern.“

Timon Grem­mels © Jason Sellers/Deutsches Fern­seh­Kri­mi-Fes­ti­val

„35 Jah­re. 100 Fil­me. Je 90 Minu­ten. Das sind 9.000 Minu­ten Fern­seh­ge­schich­te“, so der Über­ra­schungs­lau­da­tor des Abends Fer­di­nand Hofer. 2013 stieß die­ser als Assis­tent zum Tat­ort Mün­chen. Nach dem Weg­gang der bei­den Kom­mis­sa­re über­nimmt er im Herbst gemein­sam mit Schau­spiel­kol­le­ge Car­lo Lju­bek.

Das Ermitt­ler-Duo Batic und Leit­mayr sei ein Garant für gute und span­nen­de Unter­hal­tung, so Hofer in sei­ner Lau­da­tio: „Sie ste­hen für Mün­chen. Der Dia­lekt, der Humor, das Lei­den­schaft­li­che – und hin und wie­der a bissl a Grant.“ Der gro­ße Erfolg sei kein Zufall: „Es hat bestimmt was mit Talent, Dis­zi­plin, mit lei­den­schaft­li­chem Kampf und har­ter Arbeit zu tun. Trotz­dem kam es nie ver­bis­sen rüber, es kam von der Freu­de an der Sache. Ich kann mich an kei­nen Dreh­tag erin­nern, an dem man nicht eure Spiel­freu­de und den Team­geist am Set gespürt hat.“

Fer­di­nand Hofer © Jason Sellers/Deutsches Fern­seh­Kri­mi-Fes­ti­val

„Es sind zwei Per­so­nen, die wir ger­ne ken­nen­ler­nen wür­den. Gott sei Dank sit­zen sie heu­te hier zum Ken­nen­ler­nen“, stell­te Jury­mit­glied Lia­ne Jes­sen in ihrer Lau­da­tio fest: „Weil sie einen inne­ren Kern haben, der leuch­tet, wenn wir den baye­ri­schen Tat­ort mit ihnen sehen. Da gibt es so etwas wie Hal­tung, da gibt es so etwas wie Bli­cke, die mehr als Dreh­buch sagen. Da gibt es einen Wort­witz, der ein­ma­lig ist im Tat­ort. Es gibt Räu­me, die die bei­den betre­ten, als wären sie schon immer da gewe­sen. Und die­se Art von Ver­bun­den­heit ist spür­bar – und vor allem ihre Hal­tung auch zu Recht und Gerech­tig­keit und zu Moral und Gesetz.“

Lia­ne Jes­sen © Jason Sellers/Deutsches Fern­seh­Kri­mi-Fes­ti­val

„Der Ehren­preis stärkt das kul­tu­rel­le Pro­fil Wies­ba­dens und unter­streicht die Bedeu­tung der Stadt als Kul­tur­stand­ort. Mit Miros­lav Nemec und Udo Wacht­veitl wür­digt das Fes­ti­val zwei Per­sön­lich­kei­ten, die den Fern­seh­kri­mi über Jahr­zehn­te geprägt haben. Die SV Spar­kas­sen­Ver­si­che­rung freut sich, die­se Aus­zeich­nung seit vie­len Jah­ren zu för­dern“, sag­te Micha­el Mei­ers, Vor­stand bei der SV Spar­kas­sen­Ver­si­che­rung. Seit die­sem Jahr ist die SV Spar­kas­sen­ver­si­che­rung Stif­te­rin des Ehren­prei­ses des Deut­schen Fern­seh­Kri­mi-Fes­ti­vals.

Schau­spie­ler und Lau­da­tor Fer­di­nand Hofer, Kul­tur­mi­nis­ter Timon Grem­mels, Miros­lav Nemec, Fes­ti­val­lei­te­rin Cath­rin Ehr­lich, Jury­mit­glied und Lau­da­to­rin Lia­ne Jes­sen, Udo Wacht­veitl, Vor­stand Micha­el Mei­ers, SV Spar­kas­sen­Ver­si­che­rung, Ober­bür­ger­meis­ter Gert-Uwe Men­de, Fes­ti­val­mo­de­ra­tor Knut Els­ter­mann © Jason Sellers/Deutsches Fern­seh­Kri­mi-Fes­ti­val

Weitere Programmhighlights

Das Fes­ti­val star­tet heu­te um 18 Uhr mit dem Wett­be­werb um die Kri­mi­se­rie des Jah­res. Um den Titel kon­kur­rie­ren „Schat­ten­sei­te“ (ARD Dege­to Film/HR/Funk), „Stern­stun­de der Mör­der“ (ARD Dege­to Film/NDR/ServusTV/CANAL+ Austria/HR) und „Take the Money and Run“ (ZDF­neo). Erwar­tet wer­den unter ande­rem die Schau­spie­ler Jonas Nay, Flo­ri­an Gei­ßel­mann und László Bran­ko Brei­ding, die Autorin­nen Jonas Ems, Han­na Hri­bar und Boris von Sychow­ski sowie die Regis­seu­rin Chris­ti­an Bal­tha­sar.

Von Diens­tag bis Don­ners­tag tre­ten zehn Fil­me im Wett­be­werb um den 22. Deut­schen Fern­seh­Kri­mi-Preis an. Eröff­net wird die­ser mit der Pre­mie­re von „Tat­ort – Got­tes­gar­ten“ (BR), in dem Rosa­lie Tho­mass erst­mals an der Sei­te von Fabi­an Hin­richs zu sehen ist. Bei­de Dar­stel­le­rin­nen wer­den eben­so in Wies­ba­den sein wie Regis­seur Dus­tin Loo­se und Dreh­buch­au­tor Con­stan­tin Lieb. Dar­über hin­aus, haben sich zahl­rei­che Gäs­te ange­kün­digt, dar­un­ter die Schau­spie­le­rin­nen Andrea Sawatz­ki, Felix Kla­re und Eva Löbau sowie der jüngst mit dem Grim­me-Preis aus­ge­zeich­ne­te Regis­seur Ste­fan Schal­ler.

Am Don­ners­tag wid­met sich eine Gesprächs­run­de mit Tahe­ra Ameer (Vor­stand der Ama­deu Anto­nio Stif­tung), Dreh­buch­au­to­rin Lai­la Stie­ler und Redak­teu­rin Mel­vina Koti­os dem The­ma Rechts­extre­mis­mus und des­sen Dar­stel­lung im Fern­seh­film. Im Anschluss prä­sen­tie­ren pro­mi­nen­te Lese­pa­tin­nen vier nomi­nier­te Dreh­buch­stof­fe im Nach­wuchs­wett­be­werb „Tat­ort rechts­au­ßen“, die unter ande­rem von rech­ter Gewalt gegen que­e­re und obdach­lo­se Men­schen erzäh­len.

Die Prei­se des 22. Deut­schen Fern­seh­Kri­mi-Fes­ti­vals wer­den am Frei­tag, den 8. Mai, um 20 Uhr in der Cali­ga­ri Film­Büh­ne ver­ge­ben. Die Mode­ra­ti­on der Film- und Seri­en­ge­sprä­che sowie der Preis­ver­lei­hung über­nimmt erneut der renom­mier­te Film­jour­na­list Knut Els­ter­mann.

Den Abschluss des Fes­ti­vals bil­det am 9. Mai ab 18 Uhr die Lan­ge Fern­seh­Kri­mi-Nacht, bei der alle zehn nomi­nier­ten Wett­be­werbs­fil­me in einem Mara­thon bis zum nächs­ten Mor­gen gezeigt wer­den.

Noch bis 30. August ist die Begleit­aus­stel­lung des Fes­ti­vals in der SV Atri­um­Ga­le­rie zu sehen. Aus­ge­stellt sind Wer­ke des Erfur­ter Malers Mich­al Schmidt, einer der bekann­tes­ten Künst­ler der thü­rin­gi­schen Kunst­sze­ne. Unter dem Titel „febris“ über­trägt Schmidt die moder­nen Übel – Feu­ers­brüns­te, Mee­res­flu­ten, Geo­po­li­ti­sche Kon­flik­te und Angst­zu­stän­de – auf sei­ne Lein­wän­de.

Mehr Infor­ma­tio­nen und alle Infos zum Ticket­kauf unter: www.fernsehkrimifestival.de

Miros­lav Nemec, Udo Wacht­veitl, Fer­di­nand Hofer, Mode­ra­to­rin Eva Schmidt © Jason Sellers/Deutsches Fern­seh­Kri­mi-Fes­ti­val

Gert-Uwe Men­de, Ober­bür­ger­meis­ter der hes­si­schen Lan­des­haupt­stadt Wies­ba­den © Jason Sellers/Deutsches Fern­seh­Kri­mi-Fes­ti­val

Ehren­preis­trä­ger Udo Wacht­veitl und Miros­lav Nemec © Jason Sellers/Deutsches Fern­seh­Kri­mi-Fes­ti­val

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