„Es war ein großes Glück!“
„35 Jahre – es war wirklich ein Traum“, sagte Udo Wachtveitl: „Mit wem wir alles zusammenarbeiten durften. Und vor allem, dass die Leute uns so angenommen haben und wir so mit dieser Stadt vernäht wurden, mit München. Das war ein großes Glück!“
Miroslav Nemec verriet augenzwinkernd eine besondere Ehre, die dem Tatort-Duo noch vor dem Ehrenpreis zuteil wurde: „Wir haben jetzt sogar freien Eintritt in die Polizeikantine. Beim Bayerischen Rundfunk dürfen wir auch in die Kantine. Wir haben Zugangskärtchen bekommen – das eine vom Polizeipräsidenten und das andere von unserem Innenminister Herrmann.“


Udo Wachtveitl, Miroslav Nemec, Cathrin Ehrlich, Gert-Uwe Mende, Eva Schmidt © Jason Sellers/Deutsches FernsehKrimi-Festival
Timon Gremmels, Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur sagte: „Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec alias Franz Leitmayr und Ivo Batic sind absolute Publikumslieblinge. Das Münchener Tatort-Duo steht für hochklassige Unterhaltung, aber auch Eigensinn in der filmischen Umsetzung – das macht seinen Reiz und Erfolg aus. Die Auszeichnung mit dem Ehrenpreis des Deutschen FernsehKrimi-Festivals ist hochverdient. Krimis sind fester Bestandteil der deutschen Unterhaltungskultur und finden weltweit Beachtung. Das Deutsche FernsehKrimi-Festival erkundet dieses Genre und findet neue Schnittstellen zwischen Fernseh‑, Film- und Kinokultur. Dieses Engagement unterstützen wir als Land Hessen gern.“

Timon Gremmels © Jason Sellers/Deutsches FernsehKrimi-Festival
„35 Jahre. 100 Filme. Je 90 Minuten. Das sind 9.000 Minuten Fernsehgeschichte“, so der Überraschungslaudator des Abends Ferdinand Hofer. 2013 stieß dieser als Assistent zum Tatort München. Nach dem Weggang der beiden Kommissare übernimmt er im Herbst gemeinsam mit Schauspielkollege Carlo Ljubek.
Das Ermittler-Duo Batic und Leitmayr sei ein Garant für gute und spannende Unterhaltung, so Hofer in seiner Laudatio: „Sie stehen für München. Der Dialekt, der Humor, das Leidenschaftliche – und hin und wieder a bissl a Grant.“ Der große Erfolg sei kein Zufall: „Es hat bestimmt was mit Talent, Disziplin, mit leidenschaftlichem Kampf und harter Arbeit zu tun. Trotzdem kam es nie verbissen rüber, es kam von der Freude an der Sache. Ich kann mich an keinen Drehtag erinnern, an dem man nicht eure Spielfreude und den Teamgeist am Set gespürt hat.“

Ferdinand Hofer © Jason Sellers/Deutsches FernsehKrimi-Festival
„Es sind zwei Personen, die wir gerne kennenlernen würden. Gott sei Dank sitzen sie heute hier zum Kennenlernen“, stellte Jurymitglied Liane Jessen in ihrer Laudatio fest: „Weil sie einen inneren Kern haben, der leuchtet, wenn wir den bayerischen Tatort mit ihnen sehen. Da gibt es so etwas wie Haltung, da gibt es so etwas wie Blicke, die mehr als Drehbuch sagen. Da gibt es einen Wortwitz, der einmalig ist im Tatort. Es gibt Räume, die die beiden betreten, als wären sie schon immer da gewesen. Und diese Art von Verbundenheit ist spürbar – und vor allem ihre Haltung auch zu Recht und Gerechtigkeit und zu Moral und Gesetz.“

Liane Jessen © Jason Sellers/Deutsches FernsehKrimi-Festival
„Der Ehrenpreis stärkt das kulturelle Profil Wiesbadens und unterstreicht die Bedeutung der Stadt als Kulturstandort. Mit Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl würdigt das Festival zwei Persönlichkeiten, die den Fernsehkrimi über Jahrzehnte geprägt haben. Die SV SparkassenVersicherung freut sich, diese Auszeichnung seit vielen Jahren zu fördern“, sagte Michael Meiers, Vorstand bei der SV SparkassenVersicherung. Seit diesem Jahr ist die SV Sparkassenversicherung Stifterin des Ehrenpreises des Deutschen FernsehKrimi-Festivals.

Schauspieler und Laudator Ferdinand Hofer, Kulturminister Timon Gremmels, Miroslav Nemec, Festivalleiterin Cathrin Ehrlich, Jurymitglied und Laudatorin Liane Jessen, Udo Wachtveitl, Vorstand Michael Meiers, SV SparkassenVersicherung, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Festivalmoderator Knut Elstermann © Jason Sellers/Deutsches FernsehKrimi-Festival
Weitere Programmhighlights
Das Festival startet heute um 18 Uhr mit dem Wettbewerb um die Krimiserie des Jahres. Um den Titel konkurrieren „Schattenseite“ (ARD Degeto Film/HR/Funk), „Sternstunde der Mörder“ (ARD Degeto Film/NDR/ServusTV/CANAL+ Austria/HR) und „Take the Money and Run“ (ZDFneo). Erwartet werden unter anderem die Schauspieler Jonas Nay, Florian Geißelmann und László Branko Breiding, die Autorinnen Jonas Ems, Hanna Hribar und Boris von Sychowski sowie die Regisseurin Christian Balthasar.
Von Dienstag bis Donnerstag treten zehn Filme im Wettbewerb um den 22. Deutschen FernsehKrimi-Preis an. Eröffnet wird dieser mit der Premiere von „Tatort – Gottesgarten“ (BR), in dem Rosalie Thomass erstmals an der Seite von Fabian Hinrichs zu sehen ist. Beide Darstellerinnen werden ebenso in Wiesbaden sein wie Regisseur Dustin Loose und Drehbuchautor Constantin Lieb. Darüber hinaus, haben sich zahlreiche Gäste angekündigt, darunter die Schauspielerinnen Andrea Sawatzki, Felix Klare und Eva Löbau sowie der jüngst mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Regisseur Stefan Schaller.
Am Donnerstag widmet sich eine Gesprächsrunde mit Tahera Ameer (Vorstand der Amadeu Antonio Stiftung), Drehbuchautorin Laila Stieler und Redakteurin Melvina Kotios dem Thema Rechtsextremismus und dessen Darstellung im Fernsehfilm. Im Anschluss präsentieren prominente Lesepatinnen vier nominierte Drehbuchstoffe im Nachwuchswettbewerb „Tatort rechtsaußen“, die unter anderem von rechter Gewalt gegen queere und obdachlose Menschen erzählen.
Die Preise des 22. Deutschen FernsehKrimi-Festivals werden am Freitag, den 8. Mai, um 20 Uhr in der Caligari FilmBühne vergeben. Die Moderation der Film- und Seriengespräche sowie der Preisverleihung übernimmt erneut der renommierte Filmjournalist Knut Elstermann.
Den Abschluss des Festivals bildet am 9. Mai ab 18 Uhr die Lange FernsehKrimi-Nacht, bei der alle zehn nominierten Wettbewerbsfilme in einem Marathon bis zum nächsten Morgen gezeigt werden.
Noch bis 30. August ist die Begleitausstellung des Festivals in der SV AtriumGalerie zu sehen. Ausgestellt sind Werke des Erfurter Malers Michal Schmidt, einer der bekanntesten Künstler der thüringischen Kunstszene. Unter dem Titel „febris“ überträgt Schmidt die modernen Übel – Feuersbrünste, Meeresfluten, Geopolitische Konflikte und Angstzustände – auf seine Leinwände.
Mehr Informationen und alle Infos zum Ticketkauf unter: www.fernsehkrimifestival.de


Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl, Ferdinand Hofer, Moderatorin Eva Schmidt © Jason Sellers/Deutsches FernsehKrimi-Festival


Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden © Jason Sellers/Deutsches FernsehKrimi-Festival

Ehrenpreisträger Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec © Jason Sellers/Deutsches FernsehKrimi-Festival