Gesamtprogramm: DFKF 2026

In wenigen Tagen ist es so weit: Das 22. Deutsche FernsehKrimi-Festival präsentiert vom 3. bis 10. Mai die besten Krimiproduktionen in der Caligari FilmBühne in Wiesbaden. Im Programm laufen 10 Fernsehkrimis und 3 Krimiserien, darunter drei Premieren und zwei Deutschlandpremieren. Eröffnet wird das Festival am 3. Mai um 18 Uhr mit der Verleihung des Ehrenpreises an die Schauspieler Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl. Der Kartenvorverkauf für das Festival startet am Freitag, 24. April, um 10:30 Uhr auf der Website des Festivals und in der Tourist Information Wiesbaden.

Prominente Gästeliste

Zu den Vor­füh­run­gen und Film­ge­sprä­chen erwar­tet das Fes­ti­val pro­mi­nen­te Gäs­te wie die Schauspieler*innen Rosa­lie Tho­mass, Fabi­an Hin­richs, Andrea Sawatz­ki, Eva Löbau, Sön­ke Möh­ring, Jonas Nay, Flo­ri­an Gei­ßel­mann, Felix Kla­re und Anna Shirin Habe­dank sowie Vertreter*innen aus den Gewer­ken Regie und Dreh­buch wie die Grimme-Preisträger*innen Dus­tin Loo­se, Ste­fan Schal­ler, Buket Ala­kuş, Magnus Vat­trodt, Lai­la Stie­ler und Flo­ri­an Oel­ler.

Kul­tur­de­zer­nent Dr. Hen­drik Schmehl blickt mit Vor­freu­de auf den Beginn des Fes­ti­vals: „Das War­ten hat sich gelohnt: Deutsch­lands größ­te Kri­mi­schau ist zurück – mit Pre­mie­ren, vie­len Pro­mi­nen­ten und rele­van­ten The­men. Und das alles in der frisch reno­vier­ten Cali­ga­ri Film­Büh­ne, die im kom­men­den Dezem­ber ihren 100. Geburts­tag fei­ert.“

Fachjury vergibt den Deutschen FernsehKrimi-Preis

Wel­che Pro­duk­ti­on gewinnt den Deut­schen Fern­seh­Kri­mi-Preis – und 1000 Liter Rhein­gau-Wein? Dar­über ent­schei­det eine pro­mi­nent besetz­te Jury: Schau­spie­le­rin und Dreh­buch­au­to­rin Isa­bell Polak ermit­tel­te (und mor­de­te) bereits in „Danow­ski“, „Nord­holm“ und im „Tat­ort“. Seit 2018 ver­ant­wor­tet Deni­se Lan­gen­han als Redak­teu­rin beim MDR eta­blier­te Fern­seh­fil­me und ‑seri­en aus Ost­deutsch­land. Mit dem „Poli­zei­ruf 110“ aus Mag­de­burg und „Tod am Renn­steig“ betreut sie zwei erfolg­rei­che Kri­mi­rei­hen für die ARD Media­thek und Das Ers­te.

Isa­bell Polak und Deni­se Lan­gen­han © Vale­ria Mitelman/Christine Fied­ler

2013 gab Schau­spie­ler Anton Spie­ker in „Von jetzt an kein Zurück“ sein Lein­wand­de­büt. Der gebür­ti­ge Ber­li­ner ist seit­her in Pro­duk­tio­nen wie dem Road­mo­vie „303“, der Rei­he „Die Toten am Meer“, der Mini­se­rie „Herr­hau­sen – Der Herr des Gel­des“ oder am Thea­ter zu sehen. Für sei­ne Haupt­rol­le im Mil­li-Vanil­li-Bio­pic „Girl You Know It’s True“ erhielt Tijan Njie 2024 den Baye­ri­schen Film­preis als bes­ter Nach­wuchs­dar­stel­ler. Im Janu­ar 2026 fei­er­te der Schau­spie­ler sei­ne Pre­mie­re als Ermitt­ler im Bre­mer „Tat­ort“. Zu den Arbei­ten von Regis­seur und Dreh­buch­au­tor Jonas Grosch zäh­len der ZDF-Kri­mi „Danow­ski“, die für den Fern­seh­preis nomi­nier­te Serie „Legend of Wacken“, die Heinz-Strunk-Serie „Last Exit Schin­ken­stra­ße“ sowie die Heist-Come­dy „Gar kein Geld macht auch nicht glück­lich“.

Anton Spie­ker, Tijan Nije und Jonas Grosch © Sasha Ilushina/Pascal Bünning/Holger Talin­ski

Schwerpunkt Rechtsextremismus

Drehbuchwettbewerb „Tatort rechtsaußen“ am 7. Mai

Ange­sichts des Rekord­ni­veaus rechts­extre­mer Straf­ta­ten in Deutsch­land hat das Fes­ti­val sei­nen Dreh­buch­wett­be­werb 2026 in Koope­ra­ti­on mit der Ama­deu Anto­nio Stif­tung und der Hes­sen Film & Medi­en unter das Mot­to „Tat­ort rechts­au­ßen“ gestellt. Gesucht wer­den Stoff­vor­schlä­ge von Nach­wuchs­au­torin­nen, die die demo­kra­tie­feind­li­che Bedro­hung aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven erzäh­len. Mehr als 60 Ideen für Spiel­fil­me und Mini­se­ri­en gin­gen ein, davon wer­den vier Nomi­nie­run­gen am 7. Mai um 18:00 Uhr in der Cali­ga­ri Film­Büh­ne in Anwe­sen­heit der Autorin­nen vor­ge­stellt.

Schauspieler*innen wie Şahin Eryıl­maz („Sky­li­nes“, „The­re­sa Wolff – Der Thü­rin­gen­kri­mi“), Trang Le Hong („Wir sind jung. Wir sind stark“, „Club Las Piran­jas“) und Samir Salim („Sof­ties“, „4 Blocks Zero“) tra­gen als Lese­pa­tin­nen Aus­schnit­te vor. Zuvor spre­chen Tahe­ra Ameer (Vor­stand Ama­deu Anto­nio Stif­tung), die Dreh­buch­au­to­rin Lai­la Stie­ler („Mit­ten in Deutsch­land: NSU – Die Opfer – Ver­gesst mich nicht“, „In Lie­be, Eure Hil­de“) und Mel­vina Koti­os (Redak­teu­rin ZDF/Das klei­ne Fern­seh­spiel) über Rechts­extre­mis­mus und Wege der fil­mi­schen Aus­ein­an­der­set­zung damit. Es mode­riert Sevil­ay Saa­t­çı (hr-iNFO). Der Ein­tritt ist frei.

Weitere Programm-Highlights

Preisverleihung, Lange FernsehKrimi-Nacht und Ausstellung

Alle Preis­trä­ge­rin­nen und Preis­trä­ger des Fes­ti­vals sowie der Publi­kums­preis der Lese­rin­nen- und Leser­ju­ry des Wies­ba­de­ner Kuriers wer­den bei der Ver­lei­hung des 22. Deut­schen Fern­seh­Kri­mi-Prei­ses bekannt­ge­ge­ben – am Frei­tag, den 8. Mai, um 20 Uhr in der Cali­ga­ri Film­Büh­ne. Im Anschluss zeigt das Fes­ti­val den Gewin­ner­film. Die Mode­ra­ti­on des Abends über­nimmt Knut Els­ter­mann.

Den Abschluss des Fes­ti­vals bil­det am Sams­tag, den 9. Mai, ab 18 Uhr die Lan­ge Fern­seh­Kri­mi-Nacht. Bis zum Mor­gen des 10. Mai wer­den noch ein­mal alle zehn Bei­trä­ge des Film­wett­be­werbs in der Cali­ga­ri Film­Büh­ne zu sehen sein.

Ausstellung „febris“

In Koope­ra­ti­on mit der SV Spar­kas­sen­Ver­si­che­rung zeigt das Fes­ti­val vom 3. Mai bis 30. August die Aus­stel­lung „febris.“ des viel­fach aus­ge­zeich­ne­ten thü­rin­gi­schen Künst­lers Mich­al Schmidt. Eine Aus­wahl sei­ner Wer­ke ist in der SV Atri­um­Ga­le­rie der Spar­kas­sen­Ver­si­che­rung (Bahn­hof­stra­ße 69, 65185 Wies­ba­den) von Mon­tag bis Frei­tag zwi­schen 9 und 18 Uhr zu sehen.

Mich­al Schmidt, Feu­er­teu­fel II (Lumen), 2026, 50x40cm, Öl auf Lwd, Epi­me­theus II, 2025, 200x160cm, Öl auf Lwd © Mich­al Schmidt

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