ARTE: Klimavertriebene

Durch den Klimawandel verlieren mehr Menschen ihre Heimat als durch Kriege oder bewaffnete Konflikte. Im Jahr 2023 waren es 26 Millionen, bis 2050 könnten es bereits mehr als 220 Millionen sein. Am 26. August 2025 zeigt ARTE die Dokumentation „Klimavertriebene: Ohne Heim, ohne Rechte“ von François-Xavier Trégan, die das Schicksal dieser Menschen beleuchtet.

Ohne Heim, ohne Rechte

Einen uni­ver­sel­len Rechts­rah­men, der ihnen Schutz bie­ten wür­de, gibt es nicht. Die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft schaut weg – wie gelähmt von den Kata­stro­phen­sze­na­ri­en eines mas­si­ven Zustroms Geflüch­te­ter in die Indus­trie­län­der. Nun reagie­ren drei Län­der in Latein­ame­ri­ka, im Pazi­fik und in Asi­en auf einen Not­stand, der sie direkt betrifft.

Cla­re­na Fon­se­ca kämpft gegen die man­geln­de Auf­merk­sam­keit der Behör­den © Fran­çois-Xavier Trégan/Babel Doc

In Ban­gla­desch haben Natur­ka­ta­stro­phen in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren bereits fast 15 Mil­lio­nen Men­schen zu Bin­nen­ver­trie­be­nen gemacht. In neu­en Modell­dör­fern erhal­ten Com­mu­ni­ties Unter­kunft und Land, die durch Ero­si­on und Ver­sal­zung der Böden ver­trie­ben wur­den.

Das Modell­dorf in Mon­gla, Ban­gla­desch, – ein Zufluchts­ort für vie­le Bin­nen­ver­trie­be­ne © Pas­ca­le Mariani/Babel Doc

In Kolum­bi­en sorg­te der Druck von Anwäl­ten für die juris­ti­sche Aner­ken­nung der ers­ten Opfer des Kli­ma­wan­dels. Nach die­sem his­to­ri­schen Urteil sind nicht nur Gewalt und bewaff­ne­te Kon­flik­te Ursa­che für Ver­trei­bun­gen – son­dern auch Umwelt­fak­to­ren.

Die Gemein­schaft „Cachaca Tres Tuliá“ in Kolum­bi­en © Pas­ca­le Mariani/Babel Doc

Im Pazi­fik setzt man ange­sichts des stei­gen­den Mee­res­spie­gels auf regio­na­le Soli­da­ri­tät. Denn die Exis­tenz meh­re­rer Staa­ten ist bedroht. Die Poli­tik in der Regi­on erkennt an, dass vie­le Men­schen stark mit ihrer Hei­mat und ihrer Geschich­te ver­bun­den sind – für sie wäre ein Weg­zug ver­gleich­bar mit einem Exil.

Cla­re­na Fon­se­ca. Die Küs­ten­li­nie zieht sich immer wei­ter zurück © Fran­çois-Xavier Trégan/Babel Doc

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