Ohne Heim, ohne Rechte
Einen universellen Rechtsrahmen, der ihnen Schutz bieten würde, gibt es nicht. Die internationale Gemeinschaft schaut weg – wie gelähmt von den Katastrophenszenarien eines massiven Zustroms Geflüchteter in die Industrieländer. Nun reagieren drei Länder in Lateinamerika, im Pazifik und in Asien auf einen Notstand, der sie direkt betrifft.

Clarena Fonseca kämpft gegen die mangelnde Aufmerksamkeit der Behörden © François-Xavier Trégan/Babel Doc
In Bangladesch haben Naturkatastrophen in den vergangenen zehn Jahren bereits fast 15 Millionen Menschen zu Binnenvertriebenen gemacht. In neuen Modelldörfern erhalten Communities Unterkunft und Land, die durch Erosion und Versalzung der Böden vertrieben wurden.

Das Modelldorf in Mongla, Bangladesch, – ein Zufluchtsort für viele Binnenvertriebene © Pascale Mariani/Babel Doc
In Kolumbien sorgte der Druck von Anwälten für die juristische Anerkennung der ersten Opfer des Klimawandels. Nach diesem historischen Urteil sind nicht nur Gewalt und bewaffnete Konflikte Ursache für Vertreibungen – sondern auch Umweltfaktoren.

Die Gemeinschaft „Cachaca Tres Tuliá“ in Kolumbien © Pascale Mariani/Babel Doc
Im Pazifik setzt man angesichts des steigenden Meeresspiegels auf regionale Solidarität. Denn die Existenz mehrerer Staaten ist bedroht. Die Politik in der Region erkennt an, dass viele Menschen stark mit ihrer Heimat und ihrer Geschichte verbunden sind – für sie wäre ein Wegzug vergleichbar mit einem Exil.

Clarena Fonseca. Die Küstenlinie zieht sich immer weiter zurück © François-Xavier Trégan/Babel Doc