Doku-Reihe über die ältesten Fragen der Menschheit
Immer mehr Menschen kehren der Kirche den Rücken. Doch der Glaube scheint unvermindert mit der Menschheit verbunden zu sein. Woran glauben wir in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist und eine Katastrophe auf die nächste folgt? An Gott? An die Natur? Spendet Glaube Hoffnung und Trost? Liegt die Suche nach etwas Höherem in der Natur des Menschen und braucht er den Glauben an das Gute?

Buddhistische Mönche bei einem religiösen Zeremoniell im Wat-Pho-Tempel in Bangkok, Thailand
© picture alliance/imageBROKER/Arnulf Hettrich/ZDF
Diesen Fragen ist der Filmautor Jobst Knigge mit seinen Kolleginnen Cristina Trebbi und Susanne Utzt in der 3‑teiligen ARTE-Doku „Woran wir glauben“ nachgegangen und dabei durch die ganze Welt gereist.

Gottesdienst in der Macedonia Baptist Church in New Orleans, USA © Jean Schablin/Spiegel TV/ZDF
Folge 1: Die Natur des Menschen
Die Reise beginnt in der Kalahari und führt bis an die Front in der Ukraine. Sie erzählt von alten Ritualen und modernen Sinnkrisen. Der Film fragt, warum wir nach Trost, Zeichen und Ordnung suchen – in der Natur, bei den Ahnen, in Gott oder im Zweifel. Ist Glaube Teil unserer Biologie oder tatsächlich der Weg zu höherer Erkenntnis?




Pater Dionisii ist Militärkaplan in Donezk in der Ostukraine. © Marcus Heep/Spiegel TV | Witbooi, ein Angehöriger des San-Volkes, in der Kalahari-Wüste in Südafrika © Jean Schablin/Spiegel TV | Orthodoxe Prozession zu Ehren des heiligen Seraphim von Sarow © picture alliance/TASS/Dmitry Feoktistov | Orthodoxe Juden in Jerusalem © Jean Schablin/Spiegel TV
Folge 2: Götter – Geister – Gurus
Was bleibt vom Glauben, wenn die großen Kirchen an Macht verlieren? Diese Folge führt in eine
Welt, in der Spiritualität nicht verschwindet, sondern sich Menschen ihre Glaubenswelt selbst „basteln“. So folgt ein junger Niederländer Sadhguru nach Indien, weil er im westlichen Leben nur Leere und Selbstoptimierung findet. In Frankreich berufen sich moderne Druiden auf alte Gottheiten und die Kräfte der Natur. In Japan bezeichnen sich viele Menschen als unreligiös – und verehren doch Anime-Figuren oder Popstars wie Götter. Forschende erklären, warum Glaube nicht
einfach verschwindet, sondern sich immer neue Wege sucht.



Sadhguru im Ashram seiner Organisation „Isha Foundation“ in der Nähe von Coimbatore im südlichen Indien © Sahadev Kelvadi/Spiegel TV | Die Belgierin Maa Mahayati während eines spirituell-meditativen Rituals: Sie ist Anhängerin des indischen Gurus Sadhguru. © Sahadev Kelvadi/Spiegel TV | Neo-Druidin Yvana ist Priesterin der Dahut in der Bretagne © Benjamin Fares/Spiegel TV
Folge 3: Eine bessere Welt
Kann Glaube die Welt besser machen? Diese Folge reist von Ordensfrauen in der Bretagne zu Seenotretterinnen im Mittelmeer, von Gospelsängern in New Orleans zum Volk der Wixárika in Mexiko. Sie führt zu Menschen, die aus ihrem Glauben an Gott, ihrem Sinn für Gerechtigkeit sowie
ihrer Verbundenheit mit Natur und Gemeinschaft heraus handeln. Zwischen Trost und Zweifel fragt der Film: Brauchen wir den Glauben, um nicht aufzugeben?


Schwester Laure ist Nonne im Kloster der Augustinerinnen der Barmherzigkeit Jesu in Malestroit in der Bretagne, Frankreich. © Benjamin Fares/Spiegel TV/ZDF | Angehörige der Wixárika, eines indigenen Volkes in Mexiko: Das Meer ist für sie ein heiliger Ort des Ursprungs und der Verbindung mit den Göttern. © Jean Schablin/Spiegel TV/ZDF