ARTE-Premiere: Europas große Filmpaläste

Die Dokumentationen widmen sich den eindrucksvollsten Kinopalästen Europas. Filmgeschichte wird mit Architektur und kulturellem Erbe verbunden. Am Sonntag, 26. April, um 11:00 Uhr, feiert die Reihe ihre Premiere in der Lichtburg in Essen.

4‑teilige Doku-Reihe von Axel Fuhrmann

Bei der Pre­mie­ren wer­den drei Fol­gen gezeigt. Auf die Vor­füh­run­gen folgt ein Film­ge­spräch mit Regis­seur Axel Fuhr­mann, Schau­spie­ler Joa­chim Król, dem Kino­ma­na­ger des Tusch­in­ski-Thea­ters in Ams­ter­dam, David Hane­maay­er, sowie mit Mari­an­ne Men­ze, ehe­ma­li­ge Geschäfts­füh­re­rin der Licht­burg Essen. Es mode­riert Chris­ti­ne Alt vom Saar­län­di­schen Rund­funk.

Grand Rex Paris, König­li­ches Thea­ter Tusch­in­ski Ams­ter­dam, Natio­na­les Film­thea­ter Urá­nia, Buda­pest, Licht­burg, Essen © DokFabrik/SR/Frank Vin­ken

Grand Rex, Paris

Erstausstrahlung: Sonntag, 3. Mai, 09.35 Uhr

Mit 2.700 Plät­zen ist das Grand Rex der größ­te Art-déco-Film­pa­last Euro­pas. Jac­ques Haïk gab den Bau in Auf­trag und brach­te in den 1920er Jah­ren als Film­im­por­teur Charles Chap­lin nach Frank­reich. Das Kino, in dem es auch Was­ser­spie­le gibt und das einen der ange­sag­tes­ten Tech­no- und Elek­tro-Clubs von Paris beher­bergt, ist ein Fami­li­en­be­trieb in drit­ter Gene­ra­ti­on.

Grand Rex Paris , Im Zwei­ten Welt­krieg wur­de das Grand Rex zu einem Sol­da­ten­ki­no, Char­lie Chap­lin im Grand Rex © Grand Rex/SR/DokFabrik

Lichtburg, Essen

Erstausstrahlung: Sonntag, 10. Mai, 09.25 Uhr

In die­ser Fol­ge von „Euro­pas gro­ße Film­pa­läs­te“ geht es nach Essen, wo 1928 mit der Licht­burg Deutsch­lands größ­ter Kino­pa­last erbaut wur­de. Im Stil der Neu­en Sach­lich­keit errich­tet, im Krieg zer­stört und 1950 wie­der­eröff­net, stand die Licht­burg Anfang der 2000er Jah­re vor dem Aus, bis der legen­dä­re Regis­seur Wim Wen­ders sie vor dem Unter­gang ret­te­te.

Licht­burg, Essen, Hand­ab­druck von Wim Wen­ders im Blau­en Salon der Licht­burg, Der Gro­ße Saal der Licht­burg © SR/DokFabrik

Königliches Theater Tuschinski, Amsterdam

Erstausstrahlung: Sonntag, 17. Mai, 09.00 Uhr

Ele­men­te des Jugend­stils, des Art déco und der Ams­ter­da­mer Schu­le prä­gen Fas­sa­de, Foy­ers und den Kino­saal des könig­li­chen Thea­ters Tusch­in­ski. „Euro­pas gro­ße Film­pa­läs­te“ prä­sen­tiert ein Kino, das der jüdi­sche Unter­neh­mer Abra­ham Tusch­in­ski bau­en ließ und das 1921 eröff­net wur­de. Dort fand in Anwe­sen­heit von Ste­ven Spiel­berg die Euro­pa­pre­mie­re von „Schind­lers Lis­te“ statt.

König­li­ches Thea­ter Tusch­in­ski Ams­ter­dam © SR/DokFabrik

Nationales Filmtheater Uránia, Budapest

Erstausstrahlung: Sonntag, 24. Mai, 09.25 Uhr

Von dem deut­schen Archi­tek­ten Hen­rik Schmal 1896 in Buda­pest als Varie­té-Thea­ter erbaut, ist das Natio­na­le Film­thea­ter Urá­nia bis heu­te ein archi­tek­to­ni­sches Wahr­zei­chen der Donau­me­tro­po­le. „Euro­pas gro­ße Film­pa­läs­te“ zeigt die Fas­sa­de, die Foy­ers und den gro­ßen Saal im Stil der mau­ri­schen Archi­tek­tur, die die­ses Kino zu einer Sti­li­ko­ne des spä­ten 19. Jahr­hun­derts machen.

Natio­na­les Film­thea­ter Urá­nia, Buda­pes, Hen­rik Schmahl, Archi­tekt des Urá­nia © DokFabrik/SR, Das Urá­nia nach dem Zwei­ten Welt­krieg © Urá­nia Nem­ze­ti Film­szín­ház

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