Orchesterspuren von München bis Tel Aviv
Während der Zeit des Nationalsozialismus entstehen zwei Orchester mit völlig gegensätzlicher Geschichte: In München wird das Reichssymphonieorchester gegründet, das im Dienst der NS-Propaganda steht. Zeitgleich formiert sich in Tel Aviv das Palestine Symphony Orchestra, bestehend aus jüdischen Musikerinnen und Musikern, die dem Holocaust entkommen konnten. Die Dokumentation beleuchtet die Gründung und Wirkung beider Orchester.

Franz Adam dirigiert das Reichs-Symphonie-Orchester der Nationalsozialisten.
© DokFabrik/BR/ARTE
Während das eine ausschließlich Propagandaaufgaben der Nationalsozialisten erfüllt und in vier Bussen durch die Kleinstädte des Deutschen Reichs und in die besetzten Gebiete reist, besteht das andere aus jüdischen Musikerinnen und Musikern, die der polnische Geiger Bronislaw Huberman vor dem drohenden Holocaust retten kann. Dieses Orchester besteht bis heute unter dem Namen Israel Philharmonic Orchestra.

Der polnisch-jüdische Violinist Bronisław Huberman: 1936 gründete er das Palestine Symphony Orchestra.
© DokFabrik/BR/ARTE
Der Film erzählt erstmals die spannende Entstehungs- und Wirkungsgeschichte beider Orchester und begleitet den Dirigenten der Münchner Symphoniker Joseph Bastian und den Violinisten Linus Roth auf ihrer Spurensuche in München, Nürnberg und Tel Aviv.

Orchesterprobe mit Joseph Bastian und Linus Roth © DokFabrik
Der Filmpremiere folgte ein Gespräch mit Regisseur Axel Fuhrmann sowie Dirigent Joseph Bastian und Violinist Linus Roth. Es moderierte Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München.




© Münchner Symphoniker