ARTE-Filmpremiere in Hamburg
Arved Fuchs ist der erste Mensch, der innerhalb eines Jahres zu Fuß sowohl den Nord- als auch den Südpol erreichte. Zudem gelang ihm, was der Polarforscher Ernest Shackleton nur planen konnte: die Durchquerung der Antarktis auf Skiern. Arved Fuchs vollendete sowohl die wohl erste Umrundung des Nordpols als auch des Doppelkontinents Amerika mit einem klassischen Segelschiff.

Arved Fuchs in der Nordostpassage 2002 © Arved Fuchs/NDR
Die Dokumentation von Heiko de Groot porträtiert den 1953 im norddeutschen Bad Bramstedt geborenen Abenteurer und Expeditionsreisenden Arved Fuchs – den vielleicht letzten klassischen Entdecker in einer Zeit, in der es geografisch kaum noch etwas zu entdecken gibt.

Die „Botschaft der Wildtiere“ in der Hamburger Hafencity © Bettina Melzer
Zur Filmpremiere kamen Arved Fuchs und seine Frau Brigitte Ellerbrock sowie der Sänger der Band „Santiano“ Björn Both – er ist ein enger Freund und hat den Titelsong des Film eingesungen.

Filmemacher Heiko De Groot, Redakteurin Monika Schäfer, Arved Fuchs und Björn Both © Heiko de Groot
Das Publikum im vollbesetzten Naturfilmkino der „Botschaft der Wildtiere“ in der Hamburger HafenCity, lauschte gebannt dem Filmgespräch. Immer wieder gab es Lacher, etwa als Arved Fuchs in der Doku erzählte, wie er 1977 in Kanada „einfach eine Schrotflinte im Supermarkt“ gekauft habe, um damit in der Arktis Eisbären zu verjagen: „Denn für so einen Bär ist man nichts anderes als eine potenzielle Mahlzeit“.

Filmgespräch mit Arved Fuchs und Björn Both, moderiert von Inga Olfen, Pressesprecherin der Wildtierstiftung © Bettina Melzer
Nach dem Filmgespräch bat Filmemacher Heiko de Groot das Team auf die Bühne.

V.l.n.r.: Nico Klaukien (Komponist), Björn Both („Santiano“, Sänger des Titelsongs), Arved Fuchs, Brigitte llerbrock (Ehefrau von Arved Fuchs), Heiko De Groot (Filmemacher), Monika Schäfer (Redakteurin ARTE und Erlebnis Erde), Justin Niestroj (Ton) © Heiko de Groot
Schon mit Mitte zwanzig zog es Arved Fuchs in den 1970er Jahren zu den Inuit, wo er lernte, mit Kälte und Hundeschlitten umzugehen. Sein Traum war es, den großen Entdeckern zu folgen. Auf diesem Weg stellte er selbst Rekorde auf und bewältigte Routen, die vor ihm noch niemand so absolviert hatte.

Arved Fuchs und ein Freund (nicht im Bild) durchquerten 1983 Grönland mit einem Hundeschlitten.
© Arved Fuchs/NDR
Geduld und Hartnäckigkeit prägen das Leben von Arved Fuchs. Das berichten auch seine Schwester und seine Ehefrau in diesem Filmporträt. Die Dokumentation gewährt einen Einblick in die Gefühlswelt seiner Familie, die immer wieder um sein Leben bangen musste, wenn er in den Weiten des Eises verschwand und sie wochenlang nichts von ihm hörten.

Schwere Brecher – bei Sturm ist die Mannschaft an Deck immer angeleint. © Arved Fuchs/NDR
Die Dokumentation „Arved Fuchs – Wenn das Eis ruft“ ist bis Juni 2027 auf arte.tv zu sehen.

Eisbären in Grönland – eine ständige Gefahr © Martin Varga/Arved Fuchs